Lichtpunkte ab 2026


Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope ist für Menschen mit kranken, benachteiligten und verstorbenen Kindern unterwegs. Zeichen setzten - Hoffnung wecken.


90 Jahre

In unserem Jubiläumsjahr feiert auch unser Vereinsmitglied Gerda Fiedler ein Jubiläum. Am 16. Juli 2026 wurde sie 90 Jahre alt. So wie sie sich an diesem besonderen Geburtstag an ihre vielfältigen Lebensereignisse mit Höhen und Tiefen dankbar erinnert, so blickt unser Verein auf zehn Jahre zurück. Fast die gesamte Zeit, neun Jahre, gehört Gerda Fiedler zu unserem Verein. Sie trägt ihn aktiv mit. Zu ihrem 90. Geburtstag leuchtet bei ihr zu Hause erneut unsere Hoffnungskerze. Gerda Fiedler wird sie wieder und wieder entzünden: für ihre Kinder, Enkel und Urenkel, die sie im Herzen trägt, für Menschen, die sie beruflich als Fürsorgerin begleiten durfte, für Familien, die ihr in neun Lebensjahrzehnten wichtig wurden. Gerda Fiedler ist Lichtpunkt und zeigt, dass es sich lohnt, füreinander da zu sein. Dafür sagen wir ihr Danke!


Pflegefamilien ins Licht

Beim Sommerfest für Pflegefamilien der Stadt Cottbus wurde am 26. Juni 2026 ein Zeichen der Hoffnung gesetzt: Die Hoffnungskerze des Vereins Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope e.V. wurde feierlich an Eike Belle, Dezernentin für Soziales, Jugend, Bildung und Kultur, und somit an die Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz übergeben.

„Pflegefamilien öffnen ihr Herz und ihr Zuhause für Kinder, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind, und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag für unsere Stadtgesellschaft“, betont Dezernentin Eike Belle. „Mein besonderer Dank gilt zugleich dem Team des Pflegekinderdienstes im Fachbereich Jugend, das Pflegefamilien mit hoher Fachlichkeit und großem Engagement begleitet und unterstützt. Dass der Verein Die Flamme der Hoffnung dieses Miteinander mit der Hoffnungskerze würdigt, verstehen wir als wertvolle Anerkennung für alle Menschen, die Kindern jeden Tag Halt, Sicherheit und Zuversicht geben.“

Pflegefamilien leisten in Cottbus einen unschätzbaren Beitrag. Sie schenken Kindern einen Ort, an dem Vertrauen wachsen kann, an dem Geborgenheit erfahrbar wird und an dem neue Perspektiven entstehen. Ihr Engagement, ihre Geduld und ihre Zuwendung sind ein Licht, das weit über den Alltag hinausreicht. Die Hoffnungskerze macht dieses Leuchten sichtbar.

Mit ihrem warmen Schein setzt die Kerze einen klaren Fokus: Sie richtet ihr Licht auf die Menschen, die Kindern Stabilität, Wärme und Zuversicht schenken. Ihr Licht erinnert daran, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und Wege des Gelingens eröffnen. Die Übergabe an die Stadtverwaltung würdigt zugleich die Unterstützung, die Pflegefamilien in Cottbus erfahren.

Die Hoffnungskerze wird künftig in der Stadtverwaltung ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung sein. Sie steht für Aufmerksamkeit, Dankbarkeit und die Verbundenheit mit den Pflegefamilien der Stadt. Ihr Licht soll daran erinnern, wie wertvoll ihr Beitrag für die Gemeinschaft ist und wie sehr ihr Wirken das Leben vieler Kinder bereichert.

Die Übergabe beim Sommerfest war damit mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein Ausdruck von Dank, Anerkennung und gemeinsamer Verantwortung – getragen von einem Licht, das Hoffnung schenkt und Menschen miteinander verbindet.



Standorte & Standpunkte

Manchmal fällt es nicht leicht, alles unter einen Hut zu bringen

... oder unterschiedliche Standorte und Standpunkte


Diese Erfahrung nehmen wir vom Besuch des Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt in Bamberg mit nach Hause. Unsere Hoffnungskerze erhielt die Hausleiterin Frau Beate Neumeister - zeitgleich befindet sich unsere Wanderausstellung "Mut zum Leben" im Klinikum Bamberg, gleich nebenan. Im Kinder - und Jugendhospiz und im Krankenhaus finden kranke Kinder und ihre Familien Aufnahme, Unterstützung, Klarheit.

Für diese Familien "Da Zu Sein", sie ins Zentrum des Handelns zu nehmen, ist Mittelpunkt unserer Vereinsarbeit, der Arbeit im Kinder- und Jugendhospiz und der Arbeit im Krankenhaus. Genau deshalb steht unsere Ausstellung im Eingangsbereich des Klinikums Bamberg, genau deshalb leuchtet unser Herzstück, Die Flamme der Hoffnung-The Flame Of Hope im Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt. Denn: Kranke, benachteiligte und verstorbene Kinder und ihre Familien dürfen und müssen bewusst gesehen werden.


Licht & Gebet

Ein eindrücklicher, wertvoller Moment war die Entgegennahme der Hoffnungskerze durch die Deutschen Schwestern von Santa Croce in Assisi. Die Äbtissin sowie drei Mitschwestern nahmen ganz behutsam und aufmerksam die Kerze stellvertretend für die gesamte Gemeinschaft entgegen. Unser Wunsch, besonders an die benachteiligten Kinder im Gebet zu denken, wurde mit großer Dankbarkeit und sichtbarer Freude aufgenommen. So wie die Hoffnungskerze die Kinder und ihre Familien sichtbar macht, so ist es das Gebet der Schwestern. In seiner Predigt formulierte es A. Engelbert Petsch so: "Ihr Gebet ist wie ein leiser Strom, der uns hält und stärkt."


Pace e Bene - Frieden u. alles Gute



Bewahrt in jedem Kind

Die Flamme, die wir heute tragen,  

ist Antwort auf so viele Fragen.  

Sie leuchtet still in eurem Chor,  

und bittet: „Nehmt mich, tragt mich vor.“


Franz reicht sie euch mit offnen Händen,  

als wollte er die Welt vollenden.  

Er flüstert: „Schwestern, seid ein Licht  

für die, die Dunkelheit umflicht.“


Und Klara, sanft wie Morgenglühen,  

lässt ihre Klarheit weiterziehen.  

Sie spricht: „Bewahrt in jedem Kind  

den Funken, der von Gott her rinnt.“


Wir bringen euch der Kinder Leiden,  

ihr Hoffen, Bangen, stillen Freuden.  

Die Kranken, die im Schatten stehn,  

die kaum den Weg nach vorn noch sehn.


Wir bringen euch die, die nichts besitzen,  

die Hunger, Kälte, Angst durchblitzen.  

Die Kleinen, die kein Lachen kennen,  

die niemand beim Namen will nennen.


Wir bringen euch die Kinderseelen,  

die nicht mehr durch die Jahre gehen.  

Ihr Name klingt im Himmelsraum,  

ihr Leben bleibt ein leiser Traum.


Und jene, die im Herzen tragen  

der Eltern Schuld, der Eltern Klagen.  

Die Kinder, deren kleines Sein  

von Mauern wird umstellt und Stein.


Nehmt diese Flamme, Schwestern, an,  

damit sie weiter brennen kann.  

Ein Licht, das durch die Nächte zieht,  

ein Licht, das Gott im Dunkel sieht.


So wird aus Schmerz ein stilles Hoffen,  

ein Tor, das bleibt für Gnade offen.  

Und jedes Kind – ob nah, ob fern –  

sei aufgehoben bei dem Herrn.


(C) 2026 / A. Engelbert Petsch