10 Jahre

10 Jahre Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope e.V. (2016–2026)

Am 4. Juni 2016 wurde in Hamburg der Verein Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope e.V. gegründet. Doch die eigentliche Geschichte begann schon viele Jahre zuvor: Bereits 2008 entzündete A. Engelbert Petsch die Flamme der Hoffnung als Zeichen der Solidarität mit kranken und verstorbenen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien. Acht Jahre lang wuchs diese Idee, sammelte Erfahrungen, fand Unterstützerinnen und Unterstützer und entwickelte eine innere Kraft, bevor sie im Jahr 2016 in eine feste Vereinsstruktur mündete.


Seit zehn Jahren erinnert der Verein daran, dass Familien mit kranken oder verstorbenen Kindern in die Mitte unserer Gesellschaft gehören. Sie tragen trotz – und gerade wegen – ihrer leidvollen Erfahrungen eine besondere Stärke in sich. Ihr Alltag ist geprägt von Sorge, Mut, Erschöpfung und unermüdlicher Liebe. Vieles davon geschieht im Verborgenen. Die Flamme der Hoffnung macht dieses Verborgene sichtbar und schenkt den Familien jene Hoffnung zurück, die sie selbst täglich an andere weitergeben. Der Umgang mit diesen Familien zeigt, wie sozial und wie gesund eine Gesellschaft wirklich ist. Eine menschlichere, hoffnungsvollere und an der Nächstenliebe orientierte Haltung ist das Ziel, für das der Verein seit einem Jahrzehnt eintritt.


Seit dem Jahr 2019 widmet sich die Flamme der Hoffnung zudem einem weiteren, oft übersehenen Bereich: den Kindern von Inhaftierten. Diese Kinder tragen eine Last, die sie sich nicht ausgesucht haben. Sie erleben Trennung, Scham, Unsicherheit und Stigmatisierung – und stehen dennoch im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung. Der Verein setzt sich dafür ein, dass diese Kinder gesehen werden, dass sie Räume erhalten, in denen sie ohne Angst und ohne Vorurteile Kind sein dürfen, und dass Familienkontakte gestärkt werden. Mit Projekten, Begegnungen und der Broschüre „Leo-Licht – Für Dich zu Besuch im Gefängnis. Eine Broschüre für Kinder von Inhaftierten“ ist es gelungen, diesen Kindern ein Stück Sichtbarkeit, Würde und Hoffnung zurückzugeben. Sie gehören ebenso in die Mitte der Gesellschaft wie alle anderen Kinder, und sie sind ein wichtiger Teil des Lichternetzes, das der Verein seit Jahren knüpft.


Im gesamten Bundesgebiet soll ein Netz der Solidarität entstehen – getragen von Politik, Kirche, Staat und Zivilgesellschaft. Ein Netz, das wärmt, stärkt und verbindet. Ein Netz, das verhindert, dass unser Land kälter wird. Die Flamme der Hoffnung ist dabei kein religiöses oder politisches Symbol. Sie ist ein Zeichen der Menschlichkeit, getragen von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung und Religion. Alle bringen sich mit ihrer eigenen Geschichte ein und achten zugleich die Vielfalt der Gemeinschaften, denen sie angehören.


Ein besonderer Dank gilt all jenen Menschen, Einrichtungen, Gemeinschaften und Orten, die die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope in den vergangenen Jahren bei sich aufgenommen haben. Sie haben ihr Raum gegeben, sie geschützt, weitergetragen und ihr ein Zuhause geschenkt. Ob in Kirchen, Schulen, Justizvollzugsanstalten, Familien, Vereinen, sozialen Einrichtungen oder in persönlichen Begegnungen – überall dort durfte die Flamme leuchten, weil Menschen ihr Herz geöffnet haben. Ohne diese Offenheit, diese Bereitschaft und diese gelebte Solidarität hätte sich die Flamme der Hoffnung nicht so weit ausbreiten können. Ihnen allen gilt unser tief empfundener Dank.


Zum zehnjährigen Jubiläum richtet der Verein ein herzliches Wort an alle, die diesen Weg begleitet haben. Dank an die Familien, die ihr Vertrauen geschenkt haben. Dank an die Unterstützerinnen und Unterstützer, an Spenderinnen und Spender, an Freundinnen und Freunde, an Wegbegleiter und Mutmacher. Dank an alle, die seit 2019 besonders an der Seite der Kinder von Inhaftierten stehen. Dank an alle, die die Flamme getragen, geschützt und weitergegeben haben.