Am Grab von Papst Franziskus

Ein stiller Dank


Vor einem Jahr ist Papst Franziskus verstorben. Sein Tod hat eine Lücke hinterlassen – in der Kirche, in der Welt und in den Herzen vieler Menschen, die in ihm einen Hirten der Menschlichkeit sahen.


Am Grab von Papst Franziskus standen Martina Stamm und A. Engelbert Petsch in tiefer Dankbarkeit.  

Es befindet sich im Seitenschiff der Päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore, zwischen der Paulinischen Kapelle – die das Bildnis der Salus Populi Romani beherbergt – und der Kapelle nahe dem Seitenaltar, der dem heiligen Franziskus von Assisi gewidmet ist. Genau dort wollte der verstorbene Papst Franziskus seine letzte Ruhestätte finden.


Für unseren Verein Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope e.V. war dieser Papst weit mehr als ein geistliches Oberhaupt. Er war ein Lichtpunkt, ein Mensch, der hinsah, wo andere wegschauten, und der unsere Arbeit mit einer Geste ehrte, die wir nie vergessen werden: Als erstes Staatsoberhaupt nahm er unsere Hoffnungskerze entgegen – ein Symbol für die Kinder und Familien, für die wir uns einsetzen, und für die Würde jedes einzelnen Menschen.


Franziskus hat den Weltkindertag im Vatikan gefeiert und damit ein starkes Zeichen gesetzt. Er machte sichtbar, was oft übersehen wird: dass Kinder nicht nur Schutz brauchen, sondern auch eine Stimme. Seine Entscheidung, diesen Tag im Herzen der Kirche zu verankern, war ein Geschenk an die Welt – und ein Auftrag an uns alle.  

Sein Nachfolger hat diese Initiative inzwischen wieder abgeschafft.


Er war ein Papst für die Armen. Nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Haltung. Er suchte die Nähe zu jenen, die am Rand stehen, und sprach ihnen ihre unverlierbare Würde zu. Besonders bewegend war sein Umgang mit Gefangenen. Er sah sie nicht als Fälle, sondern als Menschen – verletzlich, fehlbar, aber niemals wertlos. In seinen Gesten und Worten spiegelte sich die Barmherzigkeit, die sein Namenspatron Franz von Assisi verkörperte. Er machte diesem Namen alle Ehre.


Am Grab dieses Papstes zu stehen bedeutet, sich an einen Hirten zu erinnern, der die Welt nicht durch Macht verändert hat, sondern durch Menschlichkeit. Wie schön ist es, dass er als Kreuzmotiv den guten Hirten gewählt hat. Für unseren Verein bleibt Papst Franziskus ein Wegweiser: ein Mann, der Hoffnung entzündete – im Großen wie im Kleinen, im Vatikan wie in unseren Herzen.