Schmerzliche Absage

Absage des jährlichen Gedenkens an die Kinder und Jugendlichen von Ravensbrück

Ein schmerzlicher Schritt – aus Verantwortung und Respekt


Seit neun Jahren erinnert Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V. am Internationalen Kindertag (1. Juni) in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück an die Kinder und Jugendlichen, die im Konzentrationslager Ravensbrück auf grausame und menschenverachtende Weise ihr Leben verloren haben. Dieses Gedenken - bewußt in kleinem Rahmen - war stets ein stiller und  würdevoller Moment. Getragen und einfühlsam vorbereitet von Menschen, die Verantwortung übernehmen und die Erinnerung an diese jungen Opfer lebendig halten wollen.


Für das Jahr 2026 müssen wir jedoch einen Schritt gehen, der uns schwerfällt:  

Wir sagen das Gedenken ab.


Warum wir diesen Schritt gehen?

Bei vergangenen Gesprächen wurde von verschiedenen verantwortlichen Stellen Kritik geäußert: Die Runde sei zu klein, es fehle an Teilnehmenden, das Gedenken beschränke sich auf Vereinsmitglieder. Diese Stimmen haben Gewicht, und wir nehmen sie ernst.


Doch eines ist ebenso wahr:  

Wenn es im Vorfeld eines solchen Gedenkens Kritik hagelt, ist ein würdevoller Rahmen nicht mehr realisierbar – vor allem dann, wenn wichtige Partner in Vergangenheit und Gegenwart uns an diesem Punkt nicht ehrlich begegnet sind.


Wir könnten diese Kritik ignorieren. Wir könnten weitermachen wie bisher.  

Aber das wäre nicht ehrlich.


Wir haben uns entschieden, diese Kritik auszuhalten – und daraus Konsequenzen zu ziehen. Nicht, weil uns das Gedenken unwichtig geworden wäre. Sondern weil wir die Würde dieses Anlasses nicht gefährden wollen, indem wir ihn gegen den erklärten Willen oder die Uneindeutigkeit wichtiger Partner durchführen.


Das Gedenken bleibt wichtig – auch ohne Veranstaltung

Die Absage bedeutet nicht, dass die Kinder von Ravensbrück in Vergessenheit geraten. Im Gegenteil:  

Gerade weil uns ihr Gedenken so wichtig ist, handeln wir verantwortungsvoll.


🔴 Wir wollen kein Ritual um seiner selbst willen.  

🔴 Wir wollen keine Veranstaltung, die unter Vorbehalten oder Misstrauen steht.  

🔴 Wir wollen ein Gedenken, das getragen wird – nicht nur von uns, sondern von allen, die Verantwortung für diesen Ort tragen.


Die Absage ist daher kein Rückzug, sondern ein Ausdruck von Integrität.


Unsere Haltung bleibt

Wir werden weiterhin für die Erinnerung an die Kinder und Jugendlichen von Ravensbrück einstehen – in unserer Arbeit, in unseren Projekten, in unseren Begegnungen.


Der Internationale Kindertag bleibt für uns ein Tag des stillen Erinnerns.  

Auch ohne offizielle Veranstaltung werden wir diesen Tag nicht unbegangen lassen.


Denn:


🔴 Diese Kinder hatten keine Stimme. Wir tragen ihre Geschichten weiter.


🔴 Sie hatten keine Zukunft. Wir bewahren ihre Würde.


🔴 Sie hatten niemanden, der für sie einstand. Wir bleiben an ihrer Seite – auch in Stille.